Der Tod von Google Reader … mich juckts nicht!
Ja, ich hab das Reeder App auf meinem Home-Screen.
Nein, ich verwende es nicht sehr oft.
Und nein, ich gehöre auch nicht zu den Leuten, die auf RSS Reader schwören und deshalb stört mich auch nicht, dass Google den Reader killt.
Ich sage damit aber nicht, dass ich nicht auf RSS selbst schwöre. Auf keinen Fall. Ich brauche keine RSS Reader - RSS aber schon.
Für die Informationsbeschaffung verwende ich Twitter. Denn was sind viele Twitter Accounts?
Richtig: RSS to Twitter Bot-Accounts. Max 140 Zeichen lange Überschriften von Posts und Beiträgen, aus denen ich mittlerweile gelernt habe, die für mich Interessanten raus zu picken.
Die Offiziellen Twitter Accounts von The Verge (@verge), New York Times (@NYTimes), Wired (@Wired) oder auch Der Standard (@derStandardAt) posten großteils Tweets, die über einen RSS to Social Media Service wie z.B. dlvr.it (den ich übrigens sehr empfehlen kann) kommen. Dazu kommen dann noch individuelle Tweets von Redakteuren, die die Website oder das Nachrichtenportal hinter dem Twitter Account, persönlicher und vertrauter machen, was eine gewisse soziale Bindung und somit ein Return-Verhalten herstellt.
Ich folge also den Webseiten, Blogs, etc. die mich interessieren auf Twitter und ordne diese dort in Listen - z.B. Sport, Tech, News, Gossip, People, Celebs … In Tweetbot sehe ich mir dann am Abend, nach der Arbeit, den Twitter Stream “Tech” an, um zu sehen, was ich alles so verpasst habe.
Wieso soll ich das Ganze redundant halten und auch in einem RSS Reader pflefen, wenn ich Twitter als News UND Social Hub verwenden kann.
Dieter Bohn von The Verge hat natürlich Recht mit der Behauptung, dass RSS ein offener Standard ist, für welchen jeder einen Feed erstellen und auch jeder ein App entwickeln kann. Bei Twitter ist das ja leider nicht mehr so. Ich mach mir aber keine Sorgen, dass wenn Twitter sterben sollte, nicht ein anderer Service das Gleiche machen würde.
Ein weiterer Grund, wieso ich es nicht mag News in einem RSS Reader zu lesen ist, dass Websites und Web-Design in den letzten Jahren und Monaten einfach immer schöner werden und ich es wirklich genieße Seiten wie The Next Web, Read Write, The Verge oder Polygon zu betrachten.
Oder auch Web-Designs wie das von The New Republic, Vulture, das erst diese Woche vorgestellte NY Times Redesign oder auch das Washington Post Test Design hier zeigen, wie angenehm es sein kann, auf einer Website direkt zu lesen und dazu noch die perfekt integrierten Multimedia Inhalte zu genießen.


![Get ready: Mailbox “0 People in front of you” will come!
Ich bin einer der Glücklichen die bereits “0 People in front of you” in Mailbox gesehen haben und das App hat innerhalb 24 Stunden etwas geschafft, das ich mir nicht vorstellen konnte.
Zuerst hab ich es nicht ganz so gemocht. Der Grund steht im App unter [Settings]-[Badge Count]:
Use your inbox for the stuff you need to focus on now, and send the rest ro Archive or Later
Mailbox versteift sich zwar nicht auf diese Nutzervariante ist aber meines erachtens dafür optimiert.
Da ich aber grundsätzlich nur Spam gleich gelöscht habe und noch nie eine Nachricht archiviert habe, war der Gedanke erstmal: “OK, das App war für mich overhyped”.
Aber ich erinnerte mich auch an einen Tweet von vor ein paar Tagen:
This is how I’m managing email forever. The first “system” that makes any sense to me. xph.us/2013/01/22/inb…
— David Pierce (@piercedavid) 8. Februar 2013
Es geht um den Link: Zero Inbox for Life
Stimmt eigentlich: für was sollen sich meine gelesenen Fun-Mails, Newsletter, Twitter Follower Infos, etc. in meiner Inbox behalten? Newsletter? Ab in die Tonne. Fun-Mails? OK, ins Archiv (man weiß ja nie). Twitter Follower Infos? Brauchen keinen Platz, also auch ins Archiv.
Wirklich ein gutes System, das Sinn macht und so bin ich meine Ganze Inbox durchgegangen.
Am Besten eignet sich dafür das Gmail Webinterface.
Zuerst z.B. den Fab Newsletter anhaken.
Oben auf das [Mehr] Dropdown klicken
und dann [Ähnliche Nachrichten filtern].
Such-Button anklicken
und dann Links oben einfach “Alle” markieren.
Oft gehen die Mails im Filter deutlich über die angezeigten 20 hinaus. Deshalb zeigt Gmail noch vor der ersten Mail folgendes an:
Alle 20 Konversationen auf dieser Seite sind ausgewählt. Wählen Sie alle Konversationen aus, die dieser Suchanfrage entsprechen.
Damit können wirklich alle Mails zu diesem Filter mit einem Haken markiert werden.
Jetzt können die Nachrichten entweder archiviert oder gelöscht werden.
Ich weiß: es ein bisschen Arbeit, aber in meinem Fall war es das wert.
Diese Mails kommen mir in meiner Inbox ab jetzt nicht mehr in die Quere. Um auch die archivierten Mails zu sehen, kann man auf der Linken Seite im Gmail Webinterface bis nach unten, zu [Alle Nachrichten] navigieren oder man sucht einfach nach der gewünschten Mail.
Wichtige Mails bekommen einen Stern. Diese kann ich später bearbeiten.
Im Mailbox App kann ich noch einen Schritt weiter gehen: Wenn ich dort eine Mail z.B. für das Wochenende setze wird es in den [Later] Ordner verschoben, der von Mailbox erstellt wird und auf den ich auch jederzeit im Gmail Webinterface zugreifen kann. Die Mailbox Server greifen diese Nachricht dann zum Ausgewählten Zeitpunkt wieder auf und verschieben mir diese dann wieder in meine Inbox. Eigentlich ziemlich praktisch.
Dennoch: Ob ich es weiterhin als Gmail Client meiner Wahl verwenden werde, lasse ich erstmal offen. Trotzdem habe ich die Art, wie ich Gmail verwende, grundlegend geändert und bis jetzt gefällt mir das System ganz gut. Ich hätte im Mailbox App gerne noch ein paar mehr Farben, die mir die Labels der Mails anzeigen.
Auch jetzt denke ich noch, dass das App zu overhyped war/ist, aber vielleicht ändert sich meine Meinung ja noch in den nächsten Tagen und Wochen!
BTW: Respekt für das Marketing. Die Warteliste ist eine Möglichkeit, wie man über mehrere Tage (oder sogar Wochen) im Gespräch bleibt, ohne bestehende User mit überlasteten Serverkapazitäten gleich zu Beginn wieder verscheuchen.](http://25.media.tumblr.com/7c4bfcadb903bdbab40c96e8e627596f/tumblr_mi4nt2fywb1qd3zd2o1_1280.png)

Mit einem Web App, einem iPhone App, einer Android App (Smartphone- und Tablet-optimiert), einem Mac App und Windows App, ist es bereits auf fast allen Plattformen verfügbar. Die iPad Version ist im Moment noch 1.X, Version 2.0 steht aber bereits in den Startlöchern.




