Wechsel von iPhone zu einem Android Phone - Was würde das bedeuten?
Seit längerem spiele ich mit dem Gedanken, mein iPhone gegen ein Android Phone zu tauschen. Doch dann beginne ich daran zu denken, was es bedeuten würde, als iPhone User der ersten Stunde auf Android zu wechseln.
Doch erstmal von vorne: Warum denke ich überhaupt daran, zu wechseln? Ganz einfach: iOS ist mittlerweile einfach langweilig UND Android einfach gut geworden.
Nicht falsch verstehen, iOS auf meinem iPhone 4 funktioniert wirklich gut, also so gut, wie man das auf einem zwei Jahre alten Gerät erwarten kann. Sicher stottert es hier und da dann mal ein wenig, aber das stört mich nur geringfügig.
Es ist einfach das, seit mittlerweile fünf Jahren fast gleiche Interface, das es ab und an ein wenig langweilig erscheinen lässt und Jelly Bean so interessant macht.
Doch was würde ein Umstieg wirklich bedeuten?
Zuerst wäre da die Synchronisation von Kontakten. Kein Problem. Meine Kontakte sind alle mit Google gesynct und somit in meinem Gmail Account vorhanden.
Selbiges gilt somit für meine privaten Mails und auch die Kalendereinträge, die ich ausschließlich in Gmail habe. Soweit man immer hört, gibt es auf iOS keine Vergleichbaren Apps wie die nativen Google Apps. Alles also kein Problem bis hier.
Die Business-Mails, die bei uns über einen Lotus Domino Server laufen benötigen den Lotus Traveler Client. Dieser ist zwar für Android vorhanden, aber bei weitem nicht so perfekt integriert, wie in iOS. In iOS wird ein Exchange Konto emuliert und die Mails sind somit im Apple Mail App zu finden. Sicher könnte das Mail App eine Überholung benötigen, aber es ist hin und wieder schon sehr komfortabel, eine Unified Mailbox für Arbeits- und Private Mails zu haben. Auf Android dagegen, wird eine eigene App für Kalender, Kontakte, Mails und Erinnerungen installiert, welche den Akku so schnell wie nur möglich leeren. Hier hat iOS klar die Nase vorne.
Der nächste Punkt wäre die Musik. Ja, davon konsumiere ich recht viel. Sei es im Auto, beim Laufen oder sonst wo. Daher verwende ich auch Spotify - weil ich immer auch auf der Suche nach neuer Musik bin und ich mich aber auch schnell langweile. Das Spotify App ist seit einer Weile für Android Verfügbar. Auch hier gibt’s somit kein Problem.
Und da wären wir:
Apps. Hmmm. Apps. Ich hab echt viele davon unter iOS gekauft. Sei es für iPhone und/oder iPad. Seit der Öffnung des App Stores haben unzählige Apps auf meinem Home Screen schnell ein zu Hause gefunden und waren aber dann genau so schnell wieder weg. Gelöscht oder ersetzt durch neue, bessere. Schnell sind 79 Cent investiert und das auch gerne, wenn die Qualität des Apps passt. Gerade in den Jahren zwei und drei nach Eröffnung des App Stores war es ein regelrechtes Kommen und Gehen der Apps auf meinem iPhone. Das Ganze hat sich aber mittlerweile ein wenig eingependelt. Richtig gute Apps gibt es nun seltener (oder die Ansprüche sind gestiegen), und einen Großteil der Apps, die es für iOS gibt, gibt es auch für Android. Das Standardrepertoire an Apps müsste neu gekauft werden, aber das würde sich in Grenzen halten. Das wäre dann wohl Unentschieden.
Trotz der Vorteile und interessanten Neuerungen in Android habe ich aber das ’Problem’, das ich durch und durch Apple User bin und das iPhone ein zentraler Bestandteil der Abläufe ist und perfekt in meine Prozesse integriert ist.
Fotos, die mit dem iPhone gemacht werden laufen über Fotostream in die iCloud und sind sofort auf meinem MacBook Air in iPhoto verfügbar oder zur besseren Betrachtung auf dem iPad.
Wenn ich ein App für mein iPad kaufe, kann ich dieses auch auf dem iPhone verwenden und umgekehrt (wenn kompatibel).
Über die Jahre habe ich so viele Dock-Connector Kabeln gekauft und hab überall eines liegen.
Für meine Kollegen haben wir auf mein Anraten iPhones besorgt, weil ich diese wie meine Westentasche kenne.
Ich könnte noch einige solche Beispiele nennen, aber Schlussendlich wird es, insofern es nicht komplett enttäuschend ist, das neue iPhone werden, welches uns Apple in Kürze präsentieren wird und das aus einem Grund: ich bin einfach schon zu tief in das komplette Apple Ecosystem integriert oder wenn man so will, darin ’gefangen’.

